Aktuelle Ausstellungen
- Ab Frühling 2012: Von Kolonial-Waren und Würze im Alltag
Klein-Ausstellung „Ein Dorflädeli und die Globalisierung“
In Berns „goldener Zeit“ des 18. Jahrhundert brachten britische Unternehmen Schweizer Textildrucke nach Afrika,
kauften mit dem Erlös Sklaven, verschifften diese nach Amerika und brachten Kaffee, Kakao, Baumwolle, Tabak, Gewürze oder Zucker zurück.
Allerlei davon gab es auch bei Krämern in Oberdiessbach zu kaufen.
Am transatlantischen Handel verdienten der Staat Bern und die regierenden Familien kräftig mit. Sie wurden aber 1723 auch
vom ersten Berner Banken-Crash voll getroffen. Die damalige Globalisierung zwang Millionen von Menschen durch Sklaverei und
wirtschaftliche Not zur Auswanderung. Kulturen inspirierten und vermischten sich. Davon erzählen Objekte, Instrumente, Musik und Lieder,
die 2011/12 im Rahmen des Themas "Kolonial-Waren" im BuumeHus zu sehen und hören sind. Detailinformationen und Daten folgen
- Ständige Ausstellung: Die Küche und ihre Kultur
Ein geschwärzter offener Rauchabzug über dem Feuer-Herd. Traditionelle Töpfereien, alte Kellen und neue Putzmittel.
In der Küche im ersten Stockwerk des Baumann-Zuber-Hauses vermischen sich die Epochen. Alte Gerätschaften wie eine Kaffeebohnen-Röstpfanne
stehen neben den ersten tönernen Flaschen für Selters-Gesundheitswasser und neuen Aluminium-Kochtöpfen. Hier wurde fürs Essen und Trinken
noch viel gearbeitet, auch wenn unten im Lädeli bereits Maggis Leguminosen und Bouillon-Würfel verkauft wurden – die Industrialisierung bei
der Essenszubereitung wurde sicht- und spürbar. Und die „Nuhschi-Schublade“ des Küchentisches versammelt immer noch ein Allerlei an Details,
die Mathilde Baumann 1993 hinterlassen hat.
- Ständige Ausstellung: Ein Laden aus lauter Schub-Laden
Am Laden-Eingang auf der Veranda-Seite hängen Werbekleber an der Wand für neue Produkte der 60er-Jahre. In unzähligen Schubladen und Fächern
lagerten die Produkte der Kolonial- und Tuchwaren-Handlung: Stoffe, Mercerie und Kleidungsstücke neben Putz- und Reinigungsmitteln, Tabak-
und Schreibwaren und einem reichen "Food-Sortiment", dem "Convenience" von damals: Büchsen, Dosen, Gläschen und Päckli. Würzig, salzig oder süss.
Regale, Werbung und Preislisten oft handbemalt. "Achtung! Vielleicht kleine Kätzchen hinter der Türe!" warnt liebevoll ein Schild. In Deutschland
hiessen sie "Tante-Emma-Laden", hier waren es Krämer, die ihre Warendepots zuerst in einer Stube einrichteten, bevor sie daraus Läden machten.
Bei diesen Detaillisten war (fast) alles zu finden. Nach dem Sichten, Archivieren, Putzen und Renovieren bekommt der BuumeHus-Laden allmählich
wieder ein ähnliches Gesicht wie einst. Und die Schubladen laden ein sich zu erinnern.
So finden Sie uns:
Anreise per Bahn
S-Bahn von Bern via Konolfingen oder von Thun bis Oberdiessbach. Das BuumeHus liegt etwa 150 Meter vom Bahnhof entfernt.
Das ansteigende Strässchen ab Bahnhof zwischen Post und Pizzeria da Mamma vorbei führt direkt zum BuumeHus.
Anreise per Auto
Autobahn von Bern Richtung Thun bis Ausfahrt "Kiesen", anschliessend den braunen Wegweisern Richtung "Emmental" folgen.
Bei Abendveranstaltungen Parkplätze bei der Post vis-à-vis BuumeHus, bei der Pizzeria da Mamma oder auf dem Gemeindeplatz benutzen.
Ortsplan